23. Schwangerschaftswoche - Baby, Beschwerden und Warnzeichen

Alexander Kunze • 15. Juni 2026
Ein Baby in der 23. SSW, das sich im Mutterleib entwickelt, ist etwa so groß wie eine Grapefruit.

Inhaltsverzeichnis

Die 23. Schwangerschaftswoche gehört für viele Frauen zu einer bewegten, aber oft angenehmen Phase. Das Baby wächst kräftig, die ersten Bewegungen werden deutlicher und gleichzeitig nehmen typische Beschwerden wie Rückenschmerzen, Sodbrennen oder Kreislaufprobleme zu. Ich zeige, was sich jetzt im Körper und bei Ihrem Kind verändert, welche Untersuchungen anstehen und bei welchen Zeichen Sie sofort medizinische Hilfe suchen sollten.

Die wichtigsten Orientierungspunkte für die 23. Schwangerschaftswoche

  • Das Baby ist meist etwa 28 bis 30 Zentimeter groß und wiegt ungefähr 450 bis 550 Gramm.
  • Bewegungen werden spürbarer, sind aber noch nicht bei allen Schwangeren gleich regelmäßig.
  • Die zweite Ultraschalluntersuchung liegt normalerweise zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche.
  • Der Test auf Schwangerschaftsdiabetes wird meist zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche angeboten.
  • Blutungen, Fruchtwasserabgang oder regelmäßige Wehen müssen umgehend abgeklärt werden.

Ultraschallbild eines Fötus in der 23. SSW. Der kleine Mensch ist gut erkennbar, mit winzigen Händen und Füßen.

Was sich beim Baby jetzt entwickelt

Die 23. SSW entspricht rechnerisch meist dem Zeitraum von 22+0 bis 22+6. Das bedeutet, dass 22 Schwangerschaftswochen abgeschlossen sind. Ihr Baby befindet sich im sechsten Schwangerschaftsmonat und hat im Bauch noch genügend Platz, um sich zu drehen, zu strecken und kräftig zu treten.

Die Körperlänge liegt häufig bei 28 bis 30 Zentimetern, das Gewicht bei etwa 450 bis 550 Gramm. Solche Angaben sind nur Orientierungswerte. Ein Ultraschall kann das Gewicht nicht direkt messen, sondern berechnet es aus verschiedenen Körpermaßen. Abweichungen sind deshalb normal und allein kein Grund zur Sorge.

Entwicklung Was das für Sie bedeutet
Gehirn und Nervensystem Die Reifung schreitet voran. Bewegungen werden gezielter und besser koordiniert.
Hören Ihr Kind kann Geräusche aus dem Körper und der Umgebung zunehmend wahrnehmen.
Lunge Die Lunge entwickelt sich weiter, ist aber noch nicht für ein selbstständiges Leben außerhalb der Gebärmutter ausgereift.
Knochen und Muskeln Das Skelett wird stabiler, während die Muskulatur kräftiger arbeitet.
Haut und Fettgewebe Die Haut wirkt noch faltig, weil das schützende Fettgewebe erst nach und nach zunimmt.

Viele Babys reagieren jetzt auf Stimmen, Musik oder Berührungen am Bauch. Ich würde daraus aber keine Prüfung machen. Es ist schön, mit dem Kind zu sprechen, doch wenn es nicht sofort reagiert, sagt das nichts über seine Gesundheit aus.

Welche Veränderungen bei Ihnen normal sind

Die Gebärmutter wächst weiter nach oben, wodurch der Bauch deutlich sichtbarer wird. Gleichzeitig kann der Druck auf Blase, Magen und Darm zunehmen. Häufig sind häufiger Harndrang, Sodbrennen, Verstopfung, Rückenschmerzen und geschwollene Beine. Auch ein gelegentlich harter Bauch kann vorkommen, sollte aber nicht regelmäßig schmerzhaft werden.

Die Kindsbewegungen fühlen sich bei jeder Frau anders an. Manche beschreiben ein Flattern oder Blubbern, andere spüren klare Tritte. Bei einer Vorderwandplazenta können die Bewegungen noch gedämpfter ankommen. Entscheidend ist weniger eine bestimmte Anzahl von Tritten als eine auffällige Veränderung gegenüber dem, was Sie bisher gewohnt sind.

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Was im Alltag häufig Erleichterung bringt

  • Bei Sodbrennen helfen oft kleinere Mahlzeiten, langsames Essen und ein leicht erhöhtes Oberkörperteil beim Schlafen.
  • Gegen Rückenschmerzen können sanfte Bewegung, Wärme und eine gute Sitzhaltung sinnvoll sein.
  • Bei schweren Beinen entlasten Pausen mit hochgelegten Beinen und lockere Bewegung den Kreislauf.
  • Ausreichend zu trinken und ballaststoffreich zu essen unterstützt die Verdauung.
  • Bei Wadenkrämpfen sollten Sie Nahrungsergänzungsmittel nicht eigenständig einnehmen, sondern mögliche Ursachen mit der Hebamme oder der Arztpraxis besprechen.

Auch emotionale Schwankungen sind in dieser Phase nicht ungewöhnlich. Die Schwangerschaft wird konkreter, gleichzeitig können Sorgen vor der Geburt, der neuen Rolle oder möglichen Komplikationen auftauchen. Ich halte es für hilfreicher, solche Gedanken offen anzusprechen, statt sich durch ungeprüfte Erfahrungsberichte im Internet zusätzlich zu verunsichern.

Welche Vorsorge jetzt wichtig ist

Die zweite reguläre Ultraschalluntersuchung findet in Deutschland normalerweise zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche statt. Dabei werden unter anderem Kopf, Bauch und Oberschenkelknochen vermessen. Außerdem beurteilt die Ärztin oder der Arzt die Lage der Plazenta und die Entwicklung des Kindes.

Falls diese Untersuchung bei Ihnen noch nicht erfolgt ist, sollten Sie in der Frauenarztpraxis nachfragen. Ein späterer Termin ist nicht automatisch problematisch, aber die Praxis kann am besten einschätzen, ob eine Untersuchung noch aussteht oder ob wegen eines besonderen Befunds weitere Diagnostik sinnvoll ist.

In den nächsten Wochen rückt außerdem der Test auf Schwangerschaftsdiabetes näher. Er wird meist zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche angeboten. Die Erkrankung verursacht oft keine eindeutigen Beschwerden und kann grundsätzlich jede Schwangere betreffen. Ein positives Ergebnis bedeutet nicht, dass die Schwangerschaft zwangsläufig kompliziert verläuft. Häufig reichen eine angepasste Ernährung, mehr Bewegung und regelmäßige Kontrollen aus.

Bei den Vorsorgeterminen werden je nach Schwangerschaftswoche und persönlicher Situation außerdem Blutdruck, Gewicht, Urin und der Stand der Gebärmutter kontrolliert. Bei einer Risikoschwangerschaft können zusätzliche Ultraschall- oder Blutuntersuchungen notwendig sein. Welche Maßnahmen übernommen werden, hängt von der medizinischen Begründung und dem individuellen Befund ab.

Bei diesen Zeichen sollten Sie sofort handeln

Ein gelegentliches Ziehen oder eine kurze Verhärtung des Bauches kann harmlos sein. In der 23. Schwangerschaftswoche sollten Sie regelmäßige, zunehmende oder schmerzhafte Kontraktionen jedoch nicht abwarten. Besonders wichtig ist eine rasche Abklärung, wenn zusätzlich Druck nach unten, Rückenschmerzen oder ein veränderter Ausfluss auftreten.

  • vaginale Blutungen, auch wenn sie zunächst schwach erscheinen
  • wässriger Flüssigkeitsabgang oder der Verdacht auf einen vorzeitigen Blasensprung
  • regelmäßige Wehen oder ein dauerhaft harter Bauch
  • starke Unterbauch- oder Rückenschmerzen
  • plötzlich starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Schmerzen im rechten Oberbauch
  • deutliche Schwellungen im Gesicht oder an den Händen
  • Fieber, Schüttelfrost oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • eine auffällige Abnahme der Kindsbewegungen, nachdem Sie bereits ein klares Bewegungsmuster entwickelt haben

Bei Blutungen, Fruchtwasserabgang oder starken Schmerzen kontaktieren Sie direkt Ihre Frauenarztpraxis, die Hebamme oder den Kreißsaal. Bei starken Blutungen, Kreislaufproblemen oder akuter Verschlechterung wählen Sie den Notruf 112. Lieber einmal zu früh kontrollieren lassen als eine mögliche Frühgeburt oder Schwangerschaftskomplikation zu übersehen.

Eine Geburt in dieser frühen Phase wäre eine extreme Frühgeburt und würde eine Behandlung in einem spezialisierten Perinatalzentrum erfordern. Die Prognose hängt unter anderem von der genauen Schwangerschaftswoche, dem Gewicht, der Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft und der medizinischen Versorgung ab. Solche Informationen können verständlicherweise Angst machen, sind aber kein Grund, bei normalen Beschwerden automatisch vom Schlimmsten auszugehen.

Wie Sie sich und Ihr Baby jetzt gut unterstützen

Moderate Bewegung ist bei einer unkomplizierten Schwangerschaft meist sinnvoll. Spaziergänge, Schwimmen, Schwangerschaftsgymnastik oder angepasstes Krafttraining können Kreislauf und Rücken guttun. Vermeiden Sie Aktivitäten mit hohem Sturzrisiko, Überhitzung und Belastungen, bei denen Sie sich deutlich unwohl fühlen.

Eine ausgewogene Ernährung muss in dieser Phase nicht perfekt aussehen. Entscheidend sind regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Eiweiß, Gemüse, Vollkornprodukte und eine gute Flüssigkeitszufuhr. Alkohol, Nikotin und nicht ausreichend erhitzte tierische Lebensmittel sollten Sie weiterhin meiden. Medikamente, pflanzliche Präparate und hoch dosierte Vitamine gehören in die Hände der behandelnden Fachperson.

Jetzt ist außerdem ein guter Zeitpunkt, sich um eine Hebamme für Wochenbett und Nachsorge zu kümmern, falls das noch nicht geschehen ist. In vielen Regionen sind die Kapazitäten begrenzt. Auch ein Geburtsvorbereitungskurs, erste Überlegungen zum Geburtsort und ein Gespräch über Impfungen können sinnvoll sein, ohne dass Sie bereits alle Entscheidungen endgültig treffen müssen.

Bei der Arbeit sollten Sie auf ausreichend Pausen, eine ergonomische Haltung und die Grenzen Ihres Körpers achten. Starker Stress lässt sich nicht immer vermeiden, aber dauerhafte Überforderung sollte angesprochen werden. Ihre Frauenärztin, Ihr Frauenarzt oder die Betriebsärztin können beurteilen, ob Anpassungen am Arbeitsplatz notwendig sind.

Ein ruhiger Plan für die kommenden Wochen

Die 23. Schwangerschaftswoche ist vor allem eine Zeit des Wachstums und der Vorbereitung. Beobachten Sie Ihren Körper, ohne jede Veränderung zu bewerten, nehmen Sie die regulären Vorsorgetermine wahr und klären Sie Beschwerden lieber einmal zu viel ab. Besonders hilfreich ist ein einfacher Plan mit den Kontaktdaten der Frauenarztpraxis, der Hebamme und des zuständigen Kreißsaals.

Wenn Sie sich grundsätzlich wohlfühlen, Ihr Baby sich passend zu seinem bisherigen Muster bewegt und keine Warnzeichen auftreten, gibt es keinen Anlass, die Schwangerschaft durch ständige Kontrolle zu belasten. Aufmerksamkeit ist sinnvoll, Angst nicht. Bei Unsicherheit zählt eine persönliche medizinische Einschätzung mehr als jeder Vergleich mit anderen Schwangerschaften.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Das Baby ist meist etwa 28 bis 30 Zentimeter groß und wiegt ungefähr 450 bis 550 Gramm. Diese Werte sind nur Richtwerte, da das Gewicht im Ultraschall aus verschiedenen Körpermaßen berechnet wird. Abweichungen sind deshalb nicht automatisch besorgniserregend.

Die zweite reguläre Ultraschalluntersuchung findet in Deutschland normalerweise zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche statt. Falls sie noch nicht erfolgt ist, sollten Sie in der Frauenarztpraxis nachfragen. Der Test auf Schwangerschaftsdiabetes wird meist zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche angeboten.

Blutungen, wässriger Flüssigkeitsabgang, regelmäßige oder schmerzhafte Wehen, ein dauerhaft harter Bauch sowie starke Unterbauch- oder Rückenschmerzen müssen rasch abgeklärt werden. Auch starke Kopfschmerzen mit Sehstörungen, Schmerzen im rechten Oberbauch, Fieber oder deutlich weniger Kindsbewegungen sind Warnzeichen. Bei starken Blutungen, Kreislaufproblemen oder akuter Verschlechterung wählen Sie den Notruf 112.

Kleinere Mahlzeiten, langsames Essen und ein leicht erhöhtes Oberkörperteil können Sodbrennen lindern. Gegen Rückenschmerzen helfen oft sanfte Bewegung, Wärme und eine gute Sitzhaltung. Bei schweren Beinen können Pausen mit hochgelegten Beinen und lockere Bewegung entlasten. Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie nur nach Rücksprache mit einer Fachperson einnehmen.

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Autor Alexander Kunze
Alexander Kunze
Was mich an ganzheitlicher Frauenheilkunde und Lebensstil fesselt, sind die tiefgreifenden Einblicke in unser Wohlbefinden. Ich heiße Alexander Kunze und befasse mich seit 13 Jahren intensiv mit diesen Themen. Meine Arbeit hier auf dr-eber.de widmet sich der Aufgabe, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und praktische Anregungen für einen gesünderen und erfüllteren Alltag zu geben. Dabei lege ich Wert darauf, fundierte Informationen aufzubereiten, die auf sorgfältiger Recherche basieren und stets auf dem neuesten Stand sind. Mein Ziel ist es, Ihnen Wissen an die Hand zu geben, das Sie direkt in Ihrem Leben anwenden können, um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden auf natürliche Weise zu fördern.

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